Lieder

Eine von Garfield zusammengestellte Liederauswahl der bei der ICFS häufig gesungenen Lieder inklusive einiger Erläuterungen kannst Du hier im Bereich Downloads abrufen.

Der Kantus ist das unsichtbare Burschenband.
Wir singen einstimmig, etwas rauh, aber wir sind dabei ein Herz und eine Seele.

Lieder dürfen bei der ICFS nicht fehlen.
Lieder lockern die Runde, heben die Stimmung und machen durstig!
Singen im Chor wischt den Staub von der Seele und bringt den Himmel näher.

 

> Farbenkantus der ICFS


Von der Brüder hoher Stirne
leucht´ das blau weiß rote Band.
In den Bechern silber Quirle
Jeder trägt sein Festgewand
|: Ja das Farbenband zum Festgewand
muss ein, ja muss ein Frankone haben. :|

 

> Im schwarzen Walfisch


1. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da trank ein Mann drei Tag',
|: Bis daß er steif wie ein Besenstiel
Am Marmortische lag. :|
2. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da sprach der Wirt: "Halt an!
|: Der trinkt von meinem Dattelsaft
Mehr als er zahlen kann." :|

3. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da bracht' der Kellner Schar
|: In Keilschrift auf sechs Ziegelstein'
Dem Gast die Rechnung dar. :|

4. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da sprach der Gast: "O weh!
|: Mein bares Geld ging alles drauf
im Lamm zu Niniveh!" :|

5. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da schlug die Uhr halb vier,
|: Da warf der Hausknecht aus Nubierland
Den Fremden vor die Tür. :|

6. Im schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da schlug die Uhr halb neun,
|: Da kam der rausgeschmiss'ne Gast
Zur Hintertür herein. :|

7. Im Schwarzen Walfisch zu Askalon,
Da trank er wacker fort,
|: und wenn er nicht gestorben wär',
Tränk' er noch immer dort. :|

 

> Glück auf, Glück auf
1. Glück auf, Glück auf
Der Steiger kommt!
|: Und er hat sein helles Licht
Bei der Nacht, :|
|: Schon angezündt. :|

2. Hat's angezünd't,
Es gibt ein'n Schein,
|: Und damit so fahren wir
Bei der Nacht :|
|: Ins Bergwerk ein. :|

3. Ins Bergwerk ein,
Wo Bergleut sein
|: Wir hau'n das Silber fein,
Bei der Nacht :|
|: Aus Felsenstein. :|

3a. Die Bergleut sein
So hübsch und fein,
|: Und sie graben das Silber und das Gold
Bei der Nacht, :|
|: Aus Felsenstein:|

4. Aus Felsenstein
Hau'n wir das Gold;
|: Dem schwarzbraun' Mägdelein,
Bei der Nacht, :|
|: Dem sein wir hold. :|

4a. Der eine gräbt Silber,
Der andere Gold
|: Und dem schwarzbraunen Mägdelein
Bei der Nacht,:|
|: Dem sein sie hold.:|

5. Ade, nun ade,
Lieb' Schätzelein!
|: Und da drunten in dem tiefen Schacht
Bei der Nacht, :|
|: Da denk' ich dein. :|

6. Und kehr' ich heim
Zum Schätzelein,
|: So erschallt des Bergmanns Ruf
Bei der Nacht,:|
|: Glück auf! Glück auf! :|

 

> Hier sind wir versammelt


1. Hier sind wir versammelt zu löblichen Tun,
Drum Brüderchen, ergo bibamus!
Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruhn;
Beherziget: ergo bibamus!
Das heißt noch ein altes, ein tüchtiges Wort
Und passet zum ersten und passet sofort
Und schallet ein Echo, vom festlichen Ort,
|: Ein herrliches: ergo bibamus! :|

2. Ich hatte mein freundliches Liebchen gesehn,
Da dacht ich mir: Ergo bibamus!
Und nahte mich traulich, da ließ sie mich stehn,
Ich half mir und dachte: Bibamus!
Und wenn sie versöhnet euch herzet und küßt,
Und wenn ihr das Herzen und Küßen vermißt,
So bleibet nur, bis ihr was besseres wißt,
|: Beim tröstlichen Ergo bibamus! :|

3. Mich ruft mein Geschick von den Freunden hinweg;
Ihr Redlichen, ergo bibamus!
Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepäck,
Drum doppeltes: ergo bibamus!
Und was auch der Filz vom Leibe sich schmorgt,
So bleibt für den Heitern doch immer gesorgt,
Weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt:
|: Drum, Brüderchen: ergo bibamus! :|

4. Was sollen wir sagen zum heutigen Tag?
Ich dächte nur: ergo bibamus!
Er ist nun einmal von besonderem Schlag,
Drum immer aufs neue: bibamus!
Er führet die Freunde durchs offene Tor,
Es glänzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
Da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches vor,
|: Wir klingen und singen: bibamus! :|

[Johann Wolfgang von Goethe, 1810]

 

> Die Getränke sind frei


Melodie: Die Gedanken sind frei

1. Die Getränke sind frei,
Wir woll'n einen heben,
Wer immer es sei:
Der Spender soll leben!
Man darf nicht vergessen:
Drei Bier sind ein Essen,
Drum Leber verzeih'
Die Getränke sind frei!

2. Die Getränke sind frei,
drum lassen wir's laufen.
Das Gelbe vom Ei ist kostenlos Saufen.
trinkt ohne Qualen
und denkt nicht ans Zahlen.
Es bleibet dabei:
Die Getränke sind frei!

3. Die Getränke sind frei,
so ehrt man die Kneipe.
Jeder kommt an die Reih',
der nicht egoistisch.
Man spendiert eine Runde,
wenn man spürt zu der Stunde,
dass es Zeit dafür sei.
Die Getränke sind frei!

4. Die Getränke sind frei.
So lohnt sich das Radeln.
Selbst wenn's Plackerei,
ein BIT ist von Adel!
Es rinnt durch die Kehle,
erquickt Leib und Seele 
beim Radeln im Mai!
Die Getränke sind frei!

5. Natürlich gilt das gleiche
heut auch für die Speise,
wer denkt schon an Pfunde
in fröhlicher Runde.
Drum hängt Euren Rüssel
ganz tief in die Schüssel,
es ist einerlei,
Die Getränke sind frei.

6. Die Getränke sind frei.
Wer kann sie vertragen?
Sie kommen vorbei,
wir können nicht klagen.
Wir wollen sie trinken´
die Fahne soll winken!
Es bleibet dabei:
Die Getränke sind frei.

7. Die Getränke sind frei
und gut für die Nieren.
Drum kommet herbei
Und lasst Euch kurieren.
Die Ärzte empfehlen
für durstige Kehlen
oft Bier als Arznei -
Die Getränke sind frei!

8. Die Getränke sind frei.
Das Glas man mir fülle!
Heut' ist es einerlei,
ich sammle Promille.
Heut' spielt's keine Rolle
und bei der Kontrolle
sag ich zur Polizei:
Die Getränke waren frei.

9. Die Getränke sind frei,
ist das nicht phantastisch?
Dabei sei's einerlei,
trinkt man langsam oder hastig.
Mag es Wasser oder Bier sein,
ein Glas 0-Saft oder Rheinwein.
Da gibt es kein Geschrei:
Die Getränke sind frei!

10. Die Getränke sind frei,
stoßt an, ihr Brüder
Jeder gern dabei sei,
als Opfer oder Täter.
Die Satzung es fordert,
dass jeder was ordert
ganz gleich, was es sei.
Die Getränke sind frei!

11. Die Getränke sind frei,
wer kann sie vertragen?
Sie kommen vorbei,
wir können nicht klagen.
Wir wollen sie trinken
die Fahne soll winken!
Es bleibet dabei:
Die Getränke sind frei.

 

> Dickebohnen-Lied


Melodie: Oh, alte Burschenherrlichkeit)

1. Oh, wunderschöne Bohnenzeit mit Rauchspeck und dergleichen,
Bauch wärst du doch noch mal so weit, würd' ich vom Tisch nicht weichen. 
Dich grüße ich mein Leibgericht, der Heimat Stolz, wer kennt dich nicht?
Denn wo Westfalen wohnen, da gibt es Dickebohnen.

2. Einst weilte ich am schönen Rhein, um etwas mich zu schonen,

da schärfte mir der Kellner ein: ,,Heut' gibt es Dickebohnen“
doch bald verzog ich mein Gesicht, die Dickebohnen schmeckten nicht.
Nur wo Westfalen wohnen, gibt's leckre Dickebohnen.

3. Auch wollt ich einst nach Afrika, in meinen jungen Jahren,

ein Freund von mir, der war schon da und hatte dies erfahren:
Ach Liebster, schrieb er, bleib zu Haus, hier hältst du es nicht lange aus
In unseren heißen Zonen, gibt's keine Dickebohnen.

4. In Bayern und im Schwabenland auch wo die Sachsen wohnen,

Gott zeihe ihren Unverstand, gibt's keine Dickebohnen,
ich sag's den Leuten ins Gesicht: Nee, Kinder, das versteht ihr nicht,
nur wo Westfalen wohnen da gibt es Dickebohnen.

5. Du lieber Herrgott habe Dank für diese edle Gabe.
Gib, daß Ich all mein Leben lang noch reichlich davon habe.
Dann sing ich selber noch als Greis der Dickebohnen Ehr und Preis;
Denn selbst auch noch da droben, will ich die Bohnen loben.

 

> Fakultätsstrophen der Lindenwirtein


Maschinenbauer

1. Kommt ein Antriebsspezialist,
der sonst recht gemütlich ist,
unter die blühende Linde.
Folgt seinem Antrieb schnell,
küßt Frau Wirtin auf der Stell.
/: unter der blühenden Linde. :/

2. Ein Student der Maschinenbaukunde
Kam auf seiner Wanderrunde,
unter die blühende Linde.
Doch bevor er Frau Wirtin küßt,
baut er erstmal ein Gerüst.
/: unter der blühenden Linde. :/

3. Ein Student der Maschinenbaus
Kam aus seinem Kesselhaus
unter die blühende Linde.
Er küßt die Wirtin die ganze Nacht,
bis es im Getriebe kracht.
/: unter der blühenden Linde. :/

4. Ein Student der Werkstoffkunde
kam auf seiner Wanderrunde
unter die blühende Linde.
Dort studiert er lange Zeit
an Frau Wirtins Druckfestigkeit
/: unter der blühenden Linde. :/

5. Kam ein Werkzeuglaborant
auf der Fahrt durchs schöne Land
unter die blühende Linde.
Frau Wirtin fand ihn gar nicht fein,
er schlief auf ihrem Schoße ein
/: unter der blühenden Linde. :/

6. Kam ein Assistent hervor,
aus dem Werkzeugmaschinenlabor,
unter die blühende Linde.
Hatte 'nen Wahlarbeiter dabei,
für die leidige Küsserei.
/: unter der blühenden Linde. :/

7. Auch so ein rußiger Hüttenmann
trug sich um ein Küsschen an
unter der blühenden Linde.
Keinem gab sie mehr ´nen Kuss -
weil sie sich jetzt waschen muss,
[: unter der blühenden Linde. :] 

Elektriker

8. Kam auch des Wegs daher,
ein Elektroingenieur,
unter die blühende Linde.
Nahm Frau Wirtin auf den Schoß,
versetzt ihr einen elektrischen Stoß.
/: unter der blühenden Linde. :/

9. Kam ein Student der Informatik,
Bat Frau Wirtin um einen Ritt,
Unter der blühenden Linde!
Hat Frau Wirtin den Input gemacht,
Und dabei nicht an Output gedacht,
/: unter der blühenden Linde. :/

10. Hört ihr nun den Technikus,
seine Meinung über'n Kuß:
Küssen gehöret zur Technik.
Denn zwei Pole zieh'n sich an,
wenn auch nur auf momentan.
/: unter der blühenden Linde. :/

11. Kam ein fescher Technikus,
bat Frau Wirtin um einen Kuß,
unter der blühenden Linde.
Doch vor lauter r2 PI,
kam er doch zum Küssen nie.
/: unter der blühenden Linde.:/

Agrarier

12. Auch ein Bodenkultureller
bot Frau Wirtin einen Heller
für einen Kuß an der Linde.
Doch die Wirtin kühl verneint:
"Bleib am Boden lieber Freund,
denn ich küß' nur gratis -
punktum, basta, satis ! 

13. Ein Student der Landwirtschaft,
kam auf seiner Wanderschaft,
unter die blühende Linde.
Hätt‘ Frau Wirtin gern geküßt,
doch er stank zu sehr nach Mist.
/: daß sie entfloh geschwinde. :/

14. Kam ein Landwirt dazu,
führt am Halfter `ne kranke Kuh
unter die blühende Linde.
Kaum tat er die Wirtin sehn,
ließ er gleich das Rindvieh stehn
unter der blühenden Linde.

Vertrieb

15. Auch ein junger Handelsmann
hielt bei Frau Wirtin an 
unter der blühenden Linde. 
Und bei einem Kruge Wein's
wurden sie bald handelseins, 
|: küßten sich unter der Linde. :|

Marketing

16. Und ein junger Komödiant
steht vor Eifersucht gebannt
unter der blühenden Linde. 
Denn schon vor dem ersten Akt
hat sie ihn davongejagt, 
seither unter Tränen
macht er ihr nur Szenen. 

Mediziner

17. Und der Mediziner spricht:
,,Euch, Frau Wirtin, küß' ich nicht, 
wegen der Bazillen, 
doch ihr habt ein Töchterlein,
weil das ist so nett, so fein, 
na, um Gottes Willen,
 riskier' ich die Bazillen."

18. Kam ein anderer Medikus,
bat Frau Wirtin um einen Kuß, 
unter der blühenden Linde. 
Sprach Frau Wirtin: ,,Fahre wohl,
denn du stinkst ja nach Karbol

19. Und der Wirtin roter Mund
ward vom vielen Küssen wund
unter der blühenden Linde.
Kam ein Medikus vorbei,
und sie musst sich machen frei
unter der blühenden Linde.

Gut, daß wir nicht katholischeTheologie studiert haben

20. mh m m m m mmh m mmh,
m m m m m mmh m mmh,
sind für uns böhmische Dörfer.
mmh m m m m mmh m mmh,
m m m m m mmh m mmh,
/: sind für uns böhmische Dörfer. :/

(Durst)Löscher

21. Kommt ein Mann der Feuerwehr,
von einem Einsatz zum Wirtshaus her, 
und sein Durscht is net zwida. 
Doch als er Frau Wirtin sieht,
 ihm im Herzen ein Funke sprüht, 
|: und es brennt schon wieder. :|

Verbindungsstudenten

Fuchs
22. Auch ein junges Füchselein,
kehrte bei der Frau Wirtin ein,
einstens mitternächtlich.
Und er zeigt’ der Wirtin vor,
was er erlernt vom Fuchsmajor,
/: und das war beträchtlich! :/

Bursch
23. Auch ein flotter Bursche fein,
kehrte bei der Frau Wirtin ein,
unter der blühenden Linde.
Tauschte mit ihr Kuß um Kuß,
plötzlich aber rief er "Schluß!",
/:denn sonst wär er verdurstet. :/

Fuchsmajor:
24. Und der hohe Fuchsmajor
warnt die Füchse bang davor,
in Couleur zu küssen.
Wenn es aber niemand sieht,
wenn's im Dunkeln stets geschieht,
/: kann er's nur begrüßen. :/

Alter Herr:
25. Kam auch ein bemoostes Haupt,
küsst die Wirtin unerlaubt
auf die kalte Schulter.
Doch die Wirtin spricht:
"Mein Sohn, du in deiner Position
wirst dir schon das Küssen
[: was kosten lassen müssen!" :] 

Wir alle

26. Und der Himmel war so klar,
s’ kam ein Student der Soester FH
unter die blühende Linde.
Und Frau Wirtin küßt ihn sehr,
denn er verstand ja was vom Verkehr
unter der blühenden Linde.

27. Auch dem Ingenieure bot,
Küsse Sie in Zahlungsnot.
Doch er wehrte geschwinde.
Nimmermehr ein Küsschen schmeckt,
wo so viele schon geleckt.
/: unter der blühenden Linde. :/

28. Ein Student der Soester FH
kam zur Wirtin immer da
unter die blühende Linde.
Und ihr wurde heiß das Blut,
denn er konnt' die Technik gut
unter der blühenden Linde.

Der Letzte Kuss

29. Als der Lindenwirt es sah,
was mit seiner Frau geschah,
hielt er es für Sünde.
Und er nahm den Wanderstab,
prügelte den Wanderknab',
/: unter der blühenden Linde. :/